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Vortrag am Mittwoch:

GeWohnte Geschlechterdifferenz ‚Äď Anna-Katharina Riedel und Rosanna Umbach, Bremen

Wohn_Raum ist immer auch Abdruck gesellschaftlicher Verhältnisse. Seine Wände und Grundrisse formen (vergeschlechtlichte) Arbeitsweisen, modellieren gewohnte Beziehungsweisen, bauen Grenzen und können gleichsam Fenster in (neue) Formen des Zusammenlebens öffnen.

Der Vortrag wird √ľber verschiedene Medien wie Zeitschriften oder Filme sowie anhand von Arbeiten feministischer K√ľnstler_innen herausarbeiten, welche Vor/Bilder des Wohnens uns allt√§glich begegnen und wie diese an der Re/Produktion von Geschlecht beteiligt sind.

Dabei stellen sich Fragen nach der Un/Sichtbarkeit des haus_arbeitenden K√∂rpers und seiner Einbettung in kapitalistische Arbeitsverh√§ltnisse und biopolitische Verflechtungen. Denn nicht nur die Vergeschlechtlichung des Innen_Raums und seiner Wohndinge ist Ausdruck geschlechterpolitischer Verh√§ltnisse, auch der als weiblich* konstruierte K√∂rper selbst wird immer wieder mit architektonischen Metaphern besprochen. In dieser Un/Logik wird er zum ‚Äöbewohnbaren‚Äė Ort und Schauplatz patriarchaler Sexualpolitik.

Sprechen wir √ľber Wohnen geht es oftmals um das H√§usliche als Sph√§re des vermeintlich Privaten. Das Haus, die Wohnung, das eigene Zimmer sind historisch produzierte Orte der Intimit√§t, Subjektivit√§t und des K√∂rperlichen. Im Vortrag soll es auch darum gehen, wie dieser Anstrich von Privatheit mit daran produziert, dass bestimmte Vorstellungen von Wohnen, (Haus-)Arbeiten und Geschlecht fest verankert sind und bestimmte Bilder bis heute reproduziert werden. Abschlie√üend wird auch ein Blick auf Entw√ľrfe alternativer Wohnweisen abseits des heteronormativen Kleinfamilienidylls geworfen und im Vortrag ebenso √ľber mediale Re_Pr√§sentationen befragt.

offen f√ľr all_no_gender
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